Hans Gugelot
Hans Gugelot
1920 - 1965
Schaffen 1949 – 1965
Fauteuil 1363 (1948-49)
Stuhl (1949, horgenglarus)
Möbelsystem M 125 (1950-53 u.1956)
HfG-Hocker (1954)
Spielmöbel-System für Kinder (1954)
Bett GB 1085 (1954)
Doppelliege (1954)
Musiktruhe PK-G (1955)
Komponenten-Anlage (1955)
TV FS-G (1955)
Rollbares Fernsehgerät (1956)
Standardisierte Brillenfassung (1956)
Braun SK 4 (1956)
Steuergerät Studio 1 (1956)
Radio-Phono-Tonband-Baukastensystem
Sessel gs1076 (1959)
Nähmaschine Pfaff 80 (1959)
Nähmaschine Gritzner-Kayser (1959)
Idiophon-System (1959)
U-Bahn Hamburg (1959-62)
Braun Sixtant 1 (1961)
Fotokopiergerät l 250 (1962)
Filmkamera Movex auto-8 (1962)
Dynamo Handleuchte DT 1 (1963)
Kodak Diaprojektor Carousel (1963)
Elektro Quirl (1963-64)
Bügeleisen be 10 (1963-64)
Messestand Weisshaupt GmbH (1963)
Schaltschrank ws 1 (1963-64)
Ölbrenner wl 1 (1963-64)
Radialbohrmaschine (1963-64)
Leder-Sessel 4065 (1964)
Faltschrankwand m125 (1964)
Flaschenkasten (1965)
Sitzgarnitur (1965)
Sandwich-Bodengruppe (1963-67)
Sessel 1363 M 125 HFG-Hocker_Spielmöbel Bett 1085_Doppelliege Braun PK-G_G11 Braun SK 4 Braun Studio 1_Baukastensystem Zerlegbarer Sessel gs1076 Pfaff_Gritzner-Kayser Hamburger U-Bahn Braun Sixtant Lumoprint_Agfa_Braun Kodak Carousel Braun Haushaltsgeräte Sessel 4065_GS1076 Bofinger Faltschrankwand Flaschenkiste_Sitzgarnitur Bayer-BMW
1950
1955
1960
1965
Hans Gugelot


1920
Am  1. April 1920 wird Johan, genannt Hans, Gugelot in Makassar auf Celebes  (Indonesien) als holländischer Staatsbürger geboren. Sein Vater, Pieter  Cornelis Gugelot, war Arzt. Die Grundschule absolvierte er in Laren  und Hilversum (Holland).

1934
Übersiedlung  der Familie nach Davos. Dort übernahm der Vater die Position eines Chefarztes  des Niederländischen Sanatoriums. Hans Gugelot besucht die Oberrealschule,  die er 1940 mit dem Maturum abschließt.
 
1940
Studienbeginn  in Lausanne (Ingenieurschule), Fortsetzung an der ETH Zürich, Abtl.  I für Architektur. Diplomprüfung Wintersemester 1945/46.
 
1946
Reisen,  längere Aufenthalte in Italien und verschiedene Engagements in Jazzorchestern  (Gitarrist). Verheiratung 1947. Bis 1948 in mehreren Architekturbüros  tätig.
 
1948
Zwischen  1948 und 1950 Mitarbeiter von Max Bill und erste Entwürfe für Möbel  u. a. für Horgen/Glarus, besonders gefördert durch Rudolf Graber (»Wohnbedarf«,  Zürich).
 
1950
Eigenes  Büro und Anfänge der Entwicklung des Möbelprogramms »M 125«, des ersten  Möbel-Element-Systems. Daneben freier Mitarbeiter im Züricher Wohnungsbau.
 
1954
Berufung an die im  Bau befindliche Hochschule für Gestaltung (HfG), Ulm, durch Max Bill,  mit dem anfänglichen Auftrag, gemeinsam mit den Studenten den Ausbau des  Gebäudes durchzuführen. Erste Kontakte mit Erwin Braun.
 
1955
Design-Lehrer und späterer  Leiter der »Entwicklungsgruppe II« der HfG. Formale Entwicklung der ersten  neuartigen Braun-Geräte. Damit sensationeller Erfolg während der Deutschen Rundfunk-, Phono- und Fernseh-Ausstellung in Düsseldorf.
 
Zwischen 1955 und 1958  beispielsetzende Gestaltung von Radio-, Phono-, Fernseh- und Speichergeräten  im Systemverbund (für Braun), die für die gesamte Branche weltweit bis ins  letzte Viertel unseres Jahrhunderts richtungweisend sein sollte. 
 
1956
Möbel-System »M 125«  konstruktiv verbessert und durch Wilhelm Bofinger in Großproduktion hergestellt.  Umfangreicher Bericht in »Stile industria«, besonders über die Arbeit  Hans Gugelots an der HfG. Studienreisen in den USA und in Italien.
 
1957
Braun erhält für  die gesamte ausgestellte Produktion, deren Gestalt und Präsentation auf  Hans Gugelot und Otl Aicher zurückgeht, den Grand Prix der XI. Triennale,  Mailand.

1958
Die pädagogisch notwendige  Trennung von Lehre und Entwicklung führt zur Gründung einer eigenständigen Entwicklungsgruppe.
 
1959
Beginn der Arbeiten  an der Hamburger U-Bahn (Abschluß 1962). Daneben zahlreiche Entwicklungen  u. a. für Pfaff, Gritzner-Kayser, Bofinger, Sonor. Erweiterung der Entwicklungsgruppe  durch technische Mitarbeiter.
 
1960
Monographische Ausstellung  im Museum, Ulm. Gründung einer eigenständigen Konstruktionsabteilung.  Referat während des World Design Congress in Tokio.
 
1961
Beratung beim Aufbau  eines Design-Instituts in Ahmedabad/ Indien. Vorsitzender des RektoratsKollegiums  der HfG (bis 1962).
 
1962
Vortrag in der Slade  School of Fine Arts in London. Schaffung des Silber/Schwarz-Erscheinungsbildes  für Braun, erstmals dokumentiert am Rasierer »sixtant«. Diese Farbgebung  machte international Schule. Entwicklungen u. a. f ür Agfa, Braun, Lumoprint.  Gründung des »instituts für produktionsentwicklung und design e.v.« in Neu-Ulm.
 
1963
Wanderausstellung  der HfG, Ulm. Vortrag am »grafiska institutet« in Stockholm. Konzeptionen  u.a. für Kodak, Girard, Weishaupt.
 
1964
Beginn der Entwicklung  des ersten Sportwagens der Weit mit selbsttragender Bodengruppe aus Kunststoff  und für Interelectric von miniaturisierten Element-Systemen. Daneben Konzeptionen  für Bofinger, Kill, Design Institute (Paldi, Indien).
 
1965
Gastdozent am Design-Institut  in Ahmedabad/Indien. Umzug seines »instituts für produktionsentwickung und  design e.v.« in ein eigenständiges Gebäude in Ulm (13 Mitarbeiter).
Am 10. September 1965 stirbt Hans Gugelot an den Folgen eines Herzinfarktes in Ulm.
 
 
In nur etwa 15 Jahren hat er ein bahnbrechendes Werk geschaffen, dem System-Design das Tor geöffnet und damit der 2. Hälfte unseres Jahrhunderts Ausdruck verliehen.




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